Hochfest Fronleichnam in Lauchheim

Fronleichnam zählt neben dem Zapfenstreich an dessen Vorabend und dem Stadtfeiertag zu den ganz besonderen alljährlichen Tagen in unserer Stadt. Die kirchliche und weltliche Traditionen haben sich hier in Lauchheim – der kleinsten aber schönsten Stadt im Ostalbkreis – so Bürgermeisterin Andrea Schnele – eng verbunden. Bereits früh um 6:00 Uhr wird die Bürgerschaft von drei Böllerschüssen durch die Bürgerwehr und einem anschließenden klingenden Spiel der Stadtkapelle durch die Innenstadt geweckt.

Dieser Weckruf gilt an diesem Tag nicht den fleißigen und kreativen Frauen, die schon davor in aller Frühe begonnen haben, die Altäre der vier Stationen aufzubauen und zu schmücken, sowie die Blumenteppiche mit frischen Blumen, voller Liebe und Hingabe, zu legen – die hier noch an einer Blüte zupfen und da noch einem Blätterbüschel die rechte Fasson geben.
An der ersten Station vor der Schule, Hauptstraße/Gartenstraße, haben die Frauen vom Frauenbund das leere Grab Jesu mit dem Engel und den Frauen dargestellt als Zeichen, dass wir als Gemeinde Christi leben. Die Kommunionkinder bzw. deren Eltern schmückten an der zweiten Station, in der Lindenstraße, den Blumenteppich mit dem Wahlspruch ihres Weißen Sonntags: „Feuer und Flamme für Jesus“. Die Kinder des Kindergartens „St. Maria“ erarbeiteten mit ihren Erzieherinnen zum Thema „Schöpfung – Gott hat die Welt so schön gemacht“ ein Plakat  und dekorierten es entsprechend mit Blumen. Frauen des Frauenbundes gestalteten auch die vierte Station am Altersheim mit dem Inhalt: „Ich bin der Weinstock“. Die Mitte des Teppichs bildete ein Kreuz von zurechtgeschnittenen Weinstöcken. Mit welchem Engagement neben den Altären auch die Prozession vorbereitet wurde, war kurz vor Beginn des Gottesdienstes wahrzunehmen. Frau Beate Maier brachte in einem Korb weiße Pfingstrosen. Diese frischen Blumen legte sie zu Füßen der Modanna, die von Firmlingen bei der Prozession mitgetragen wurde.

Zu Beginn des Gottesdienstes zogen neben Pfarrer Adiele und den Ministranten die Fahnenabordnungen der Bürgerwehr und der Vereine in den Altarraum ein. Mit ihren Schützen und Pionieren marschierte die Bürgerwehr im Mittelgang der Kirche auf. Die Wehr führte der Kommandant Stadthauptmann Peter Preissler, in Begleitung einer auf „ihre Truppe“ berechtigt stolze Bürgermeisterin Andrea Schnele, an.

In seiner Begrüßung hob Pfarrer Dr. Pius Adiele die Bedeutung dieses Hochfestes der Eucharistie hervor. Er bezeichnete die Eucharistie als das wertvollste was wir haben, nämlich als Sakrament der Liebe und Einheit.

Nach dem ersten Teil, der Feier der Eucharistie, stellte sich die Gemeinde zur Prozession durch die Stadt vor der Kirche auf. Angeführt wurde der Zug durch die Bürgerwehr mit ihrer Fahnenabordnung, den Schützen in ihren Uniformen im friderizianischen Stil, den Pionieren in ihrem Zunftrock und der Stadtkapelle unter der Leitung von Jürgen Schenk. Im Jahre 1639 wurde erstmals die Teilnahme der Bürgerwehr an der Fronleichnamsprozession erwähnt.

Die weitere Reihenfolge bildeten die Fahnenabordnungen der Vereine, die Ministranten, blumenstreuende Kinder, die Erstkommunikanten, der Kirchenchor unter der Leitung von Wolfgang Schellig, der Himmel – getragen von den „Männern in den schwarzen Anzügen“ – so Pfarrer Adiele – und die Gemeinde.

Bei strahlendem Sonnenschein zog die Prozession mit Gesang und Gebet von Altar zu Altar durch die Stadt. Dabei wurde Pfarrer Adiele auch an den Altären von Frau Beate Heldt tatkräftig und nachhaltig unterstützt. Beim abschließenden Segen an jedem Altar schoß die Bürgerwehr ihren Salut, der hin und wieder doch die eine oder den anderen kurz erschreckte.

Mit einem ewigen Vergelt´s Gott dankte Pfarrer Dr. Pius Adiele allen die mitgeholfen haben diesen Festtag zu gestalten, dem Kirchenchor der nicht nur im Gottesdienst, sondern auch an den Altären zur Ehre Gottes gesungen hatte; der Bürgerwehr mit der Stadtkapelle; den Fahnenabordnungen der Vereine; den Ministranten in all ihren verschiedenen Funktionen; den blumenstreuenden Kindern mit ihren Eltern; den Erstkommunionkindern mit ihren Familien; der Feuerwehr, die für einen reibungslosen Ablauf sorgte; den Himmelträgern; den Kirchengemeinderäten; Frau Heldt für ihre Unterstützung; den Frauen, die die Blumenteppiche so wunderbar gestaltet und vorbereitet hatten; dem Mesner; allen, die geholfen hatten, aber nicht angesprochen wurden. Zuletzt dankte er Gott für das schöne Wetter, denn es waren Gewitter für diesen Tag vorhergesagt.

Den Abschluss des Vormittags bildete die Totenehrung der Bürgerwehr in der Begleitung von Pfarrer Adiele und Bürgermeisterin Schnele am Kriegerdenkmal.

2018-06-07T22:04:31+00:00

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